Raus aus dem Automatikmodus – Die Belichtungszeit

In diesem Teil 2 aus meiner Reihe Raus aus dem Automatikmodus möchte ich dir die Belichtungszeit etwas näher bringen. Diese spielt, meiner Meinung nach, neben der Blende, die wichtigste Rolle für eine individuelle Bildgestaltung. Wenn du dich für die Fotografie interessierst, momentan im Automatik-Modus fotografierst, aber aus diesem raus und gerne etwas mehr dazu lernen willst, bist du bei diesem Beitrag genau richtig!

Wenn du dich für den ersten Teil mehr interessierst, in dem ich dir die Blende erkläre, klicke HIER, um direkt zum Beitrag zu gelangen.

Was ist Belichtungszeit?

Die Belichtungszeit, oder auch Verschlusszeit genannt, bestimmt wie viel Licht auf den Sensor fällt. Wer mit einer Spiegelreflexkamera schon einmal Bilder geschossen hat, wird sich an ein klackendes Geräusch erinnern, wenn der Auslöser betätigt wird. Dieses Geräusch stammt von dem Spiegel, der nach oben klappt und wieder herunter. 

Klappbarer Spiegel in der digitalen Spiegelreflexkamera

Wenn wir das Objektiv einmal abschrauben, oder den Deckel vom Gehäuse aufmachen, sehen wir dort diesen Spiegel. Den kann man, mit etwas Vorsicht nach oben klappen und dahinter befindet sich dann die Kammer mit dem Sensor. Wenn der Auslöser betätigt wird, klappt der Spiegel so nach oben, der Sensor wird zugänglich gemacht und je nach eingestellter Belichtungszeit wird in dieser Zeit das Licht auf den Sensor gelassen und das Bild wird aufgenommen. 

Mit der Belichtungszeit wird also die Helligkeit vom Bild bestimmt. Neben diesem wird dort auch die Schärfe bestimmt. Bei bewegten Objekten wird eine kürzere Verschlußzeit abverlangt als bei Objekten die stillstehen. Je länger belichtet wird, desto höher ist auch die Verwacklungsgefahr.

Wie die Belichtungszeit geregelt wird

Modus der Spiegelreflexkamera ändernBelichtungszeit an der Spiegelreflexkamera auf dem Display ändernDie Belichtungszeit ist einfach eingestellt. Um diese Option einstellen zu können, müssen wir als erstes aus dem Automatikmodus raus. Über den Manuellen Modus, meist mit „M“ gekennzeichnet, können wir die Belichtungszeit und alle anderen Einstellungen frei nach Belieben einstellen. Es ist natürlich auch in gewissen anderen Modi einstellbar, aber wir wollen uns ja erst einmal darauf fokussieren komplett manuell fotografieren zu können.

Auf dem Display wird diese Belichtungszeit nun angewählt und mit den Pfeilen, oder dem Rad oben an der Kamera die Belichtungszeit erhöht (nach links) oder verringert (nach rechts). Bei meiner Kamera kann ich das machen, indem ich den Button mit dem „Q“ anklicke und mit den Pfeiltasten zum Feld für die Belichtungszeit bewege und anschließend auf den „Set“ Button. Dort wird nun nach rechts oder links bewegt um diese so einzustellen. 

Die derzeit gewählte Einstellung lässt sich übrigens auch mit dem Rädchen an der Kamera bewegen, für ein etwas schnelleres Arbeiten später.

Welche Belichtungszeit für welche Situation?

Für diese Frage gibt es erst einmal kein Maß der Dinge, jede Belichtungszeit wirkt sich lediglich anders auf das Ergebnis aus. Wer lieber dunklere Bilder macht, wird so natürlich auch auf eine schnellere Belichtungszeit, wer hellere Bilder lieber hat, eine längere Belichtungszeit. Dazu kommt es noch auf die Situation an – Bewegt sich das Objekt, das ich fotografieren will oder will ich einen Fluss fotografieren, sodass er wirkt, wie Nebel?

Dazu kann ich dir lediglich verraten, wie ich in den meisten Fällen was fotografiere.

Für Porträts nehme ich meist schnelle Belichtungszeiten, da ich die Person scharf abbilden möchte, und die Hand nicht immer ganz so ruhig bleibt und die PErson sich ebenfalls bewegt oder blinzeln könnte. Aus meiner Erfahrung können scharfe Bilder ab einer Belichtungszeit von 1/200 Sek erreicht werden.

Bei Landschaften nehme ich gerne mal längere Belichtungszeiten. Besonders deshalb, da ich möglichst viel scharf haben möchte, wodurch die weit geschlossene Blende das Bild wieder stark abdunkeln kann – dadurch schaffe ich Ausgleich mit Belichtungszeiten von 1 Sekunde bis ganze 30 Sekunden (Je nach Lichtsituation)

Bei Events ist das andererseits schnell beantwortet. Dort ist man mit einer schnellen Belichtungszeit am besten beraten. Dort wird kaum jemand sich die Mühe machen mal eben still zu sitzen bzw zu stehen – Vorallem nicht bei Events, wo Alkohol ein Thema spielt. Je nach Veranstaltungsort und Tageszeit wird aber in den meisten Fällen sowieso ein Blitzgerät benutzt, welches das Objekt sowieso einfriert.

Fazit

Zusammenfassend kann man also sagen bei der Belichtungszeit hängt es davon ab, in welcher Situation fotografiert werden soll. Bei stillstehenden Objekten, kann man gerne mit längeren Belichtungszeiten und Stativ arbeiten – Bei Landschaften z. B. – Bei sich bewegenden Objekten lieber etwas schneller das Ganze. Die Belichtungszeit bestimmt wie scharf etwas aufgenommen werden kann sowie die Helligkeit des Bildes. 

Wenn dir der Beitrag geholfen hat oder deiner Meinung nach etwas Wichtiges fehlt, würde ich mich über einen kurzen Kommentar von dir freuen. (Y)

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